• Nina Hartmann
  • 20.07.2025

Meine Erfahrungen im Familienunternehmen

26 Jahre Familienunternehmen – Was du aus meinen Fehlern lernen kannst.

Meine Erfahrungen im Familienunternehmen

26 Jahre Familienunternehmen: Was ich gelernt habe – und warum kluge Frauen sich so oft fälschlich schuldig fühlen

Es gibt Lebensläufe, die wirken von außen stabil, erfolgreich, „gut eingebettet“. Und innen fühlt es sich trotzdem schwer an. Gerade Frauen aus Familienunternehmen kennen dieses Paradox: Sie funktionieren, denken mit, tragen Verantwortung, halten Beziehungen zusammen – und trotzdem nagt etwas. Nicht laut, nicht dramatisch. Eher wie ein dauerhafter innerer Druck, den man schlecht benennen kann.

Ich habe 26 Jahre in einem Familienunternehmen gelebt und gearbeitet. Das hat mich geprägt – fachlich, menschlich, strukturell. Vor allem aber hat es mein Sensorium geschärft: für das, was unausgesprochen bleibt und trotzdem das Handeln lenkt. Für Loyalitäten, die stärker sind als jede Jobbeschreibung. Für Rollen, die man übernimmt, lange bevor man sie bewusst gewählt hat.

Diese 26 Jahre sind für mich kein „Kapitel, das ich abgehakt habe“. Sie sind eine Bilanz – und ein Schlüssel zu meiner heutigen Arbeit. Denn je mehr ich verstanden habe, wie Familienunternehmen wirklich funktionieren, desto klarer wurde mir auch: Viele kluge Frauen machen einen Denkfehler, der sie unnötig lange klein hält.

Familienunternehmen sind nicht nur Arbeit – sie sind Beziehung, Geschichte und Rollenlogik

In klassischen Unternehmensstrukturen kann man vieles rationalisieren: Zuständigkeiten, Prozesse, Governance, Reporting. In Familienunternehmen kommt eine zweite Ebene dazu – und oft ist sie die stärkere:

  • Geschichte: „So war das schon immer.“

  • Beziehung: Nähe, Abhängigkeit, Bindung, unausgesprochene Erwartungen

  • Rollen: Tochter, Schwester, Unternehmerfrau, Nachfolgerin, „rechte Hand“, Vermittlerin

  • Loyalität: das stille Versprechen, die Familie nicht zu enttäuschen

  • Macht: Besitz, Einfluss, Titel, Anerkennung – häufig entkoppelt voneinander

Das macht Familienunternehmen wertvoll. Und gleichzeitig anspruchsvoll. Denn man kann fachlich sehr kompetent sein und trotzdem in einem System hängen, das emotional und strukturell widersprüchliche Signale sendet.

Das typische Paradox: „Ich leiste doch – warum fühlt es sich trotzdem schwer an?“

Viele Frauen, die ich kenne (und mit denen ich arbeite), tragen so viel, dass das eigene Erleben irgendwann nur noch „Störung“ ist. Sie sehen die Fakten: Sie leisten. Sie sind zuverlässig. Sie sind loyal. Sie halten den Laden mit zusammen. Und trotzdem ist da Schwere.

Und dann passiert etwas Entscheidendes: Sie geben sich selbst die Schuld.
Nicht offen. Sondern in leisen inneren Sätzen:

  • „Ich bin zu empfindlich.“

  • „Andere schaffen das doch auch.“

  • „Ich stelle mich an.“

  • „Ich bin nicht richtig.“

  • „Ich habe es doch so gut – warum bin ich nicht dankbarer?“

Diese Selbstschuld wirkt wie eine Erklärung. In Wahrheit ist sie häufig ein Kontrollversuch des Kopfes: Wenn ich schuld bin, kann ich es ja ändern. Das Problem ist nur: Man ändert dann nicht die Struktur, sondern bekämpft sich selbst.

Was ich nach 26 Jahren wirklich verstanden habe

Ich habe in diesen Jahren viel ausprobiert, viel gesehen, viel gespürt. Ich habe gestaltet, aufgebaut, sortiert, Verantwortung übernommen. Und ich habe erlebt, wie langsam Klarheit manchmal reift – nicht weil jemand „zu langsam“ ist, sondern weil in Familienunternehmen selten nur eine Entscheidung ansteht. Meist hängt an jeder Entscheidung ein ganzer Strauß an Zugehörigkeit, Status, Bindung und Angst.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse für mich war:

Schwere bedeutet nicht automatisch, dass mit dir etwas nicht stimmt.
Schwere ist oft ein Informationssignal:

  • Rollen passen nicht mehr.

  • Loyalität ist zu teuer geworden.

  • Erwartungen sind unklar und trotzdem wirksam.

  • Verantwortung und Einfluss sind entkoppelt.

  • Du denkst dich selbst nicht gleichrangig mit.

Kluge Frauen haben oft ein sehr präzises inneres Wahrnehmungsinstrument. Aber sie sind so trainiert auf Mitdenken und Mittragen, dass sie dieses Instrument gegen sich wenden: statt „Was stimmt hier strukturell nicht?“ fragen sie „Was stimmt mit mir nicht?“.

Warum die Nachfolgefrage selten eine reine Karrierefrage ist

Viele glauben, Nachfolge sei eine Entscheidung zwischen „Ja, ich übernehme“ und „Nein, ich gehe“. In der Realität ist es oft eine Identitätsfrage:

  • Darf ich dazugehören, ohne zu übernehmen?

  • Darf ich meinen eigenen Weg gehen, ohne illoyal zu sein?

  • Bin ich wertvoll, wenn ich nicht „die Rolle“ erfülle?

  • Was verliere ich – Beziehung, Anerkennung, Sicherheit?

  • Was verliere ich, wenn ich bleibe – Freiheit, Stimme, Eigenständigkeit?

Klarheit entsteht hier selten durch einen einzigen Geistesblitz. Klarheit entsteht durch Ordnung: Was ist Aufgabe, was ist Rolle, was ist Loyalität, was ist Angst, was ist Wahrheit?

Anzeichen, dass du dich in Rollen und Loyalität verlierst (statt klar zu werden)

Wenn du Frau aus einem Familienunternehmen bist, können diese Punkte ein Hinweis sein, dass nicht „du falsch“ bist, sondern die Ordnung fehlt:

  1. Du bist dauernd in inneren Debatten.
    Du denkst viel, aber landest immer wieder im gleichen Kreis.

  2. Du trägst Verantwortung ohne echten Einfluss.
    Du sollst lösen, aber darfst nicht entscheiden – das macht müde.

  3. Du bist loyaler zu anderen als zu dir.
    Du kannst jede Perspektive verstehen, nur deine eigene wird relativiert.

  4. Du fühlst Schwere und machst daraus Schuld.
    Statt das System zu prüfen, prüfst du dich.

  5. Du kommunizierst „vorsichtig“, nicht klar.
    Nicht weil du schwach bist, sondern weil du die Beziehung schützen willst.

  6. Du willst nicht laut sein – aber wirksam.
    Und genau dafür fehlt dir die passende Form.

Diese Anzeichen sind keine Diagnose. Sie sind Hinweise: Hier braucht es Struktur.

Wie Klarheit entsteht – ohne Druck, ohne Selbstoptimierung

Klarheit ist kein „Motivationszustand“. Klarheit ist ein Prozess. Gerade bei klugen, eher scheuen Frauen funktioniert er am besten in drei Schritten:

1) Benennen statt Bewerten

Nicht: „Warum bin ich so?“
Sondern: „Was ist tatsächlich los? Was wirkt hier – sichtbar und unsichtbar?“

2) Struktur erkennen: Rolle, Loyalität, Erwartung, Macht

Kluge Frauen beruhigen sich nicht durch Affirmationen, sondern durch Landkarten.
Wenn du verstehst, warum ein System so reagiert, wie es reagiert, wird das innere Chaos leiser.

3) Kleine, stimmige Schritte statt Heldinnentaten

Viele Frauen scheitern nicht, weil sie „zu vorsichtig“ sind, sondern weil sie nur zwei Optionen kennen: aushalten oder radikal brechen. Dazwischen liegt ein dritter Weg: stimmige Klarheit, die sich in kleinen, belastbaren Schritten im Außen zeigt.

Was ist die 1:1 Sinnplauderei?

Die 1:1 Sinnplauderei ist kein Coaching im klassischen Sinne. Sie ist ein geschützter Denk- und Resonanzraum, in dem Ordnung entstehen darf – im Kopf, im Inneren, im eigenen Standpunkt. Ohne Bewertung, ohne Optimierungsdruck, ohne Petitesse.

Sie ist besonders passend für Frauen aus Familienunternehmen, die geistig wach sind: reflektiert, neugierig, bereit zu denken. Du musst nicht „fertig“ sein. Aber du solltest Lust auf Substanz haben.

Worum es in der Sinnplauderei geht

  • Gedanken sortieren, Prioritäten klären

  • Rollen und Loyalitäten sichtbar machen (ohne Schuldzuweisung)

  • Kommunikation im Nahbereich (Familie/Business) präziser gestalten

  • Selbstschuld entkoppeln: „Schwere“ als Signal lesen, nicht als Urteil

  • Entscheidungen vorbereiten, die innen tragen – nicht nur außen gut aussehen

Womit ich arbeite

  • Innere Anteile-Arbeit (Voice Dialogue)

  • präzise Klarheits- und Orientierungsfragen

  • Kommunikationspsychologie

  • Resonanz- und Körperwahrnehmung als Instrument (ohne Show)

  • Erfahrung aus Recht, Führung und weiblicher Selbstermächtigung

Worum es nicht geht

Nicht um höher, schneller, weiter.
Nicht um Selbstoptimierung.
Nicht um Anpassung an bestehende Systeme, wenn du dabei kleiner wirst.

Das Ziel ist Klarheit. Ein authentischer innerer Standpunkt. Und eine Präsenz, die nicht laut sein muss, um wirksam zu sein.

Warum ich mir wünsche, dass Frauen nicht so lange brauchen wie ich

Ich bereue die 26 Jahre nicht. Sie haben Substanz geschaffen. Aber ich sehe heute klar: Ein Teil des inneren Ringens war nicht „notwendig“. Er war die Folge davon, dass es zu wenige Räume gibt, in denen kluge Frauen aus Familienunternehmen ihre Lage präzise sortieren können – ohne sich zu rechtfertigen, ohne sich klein zu machen, ohne dass jemand mit schnellen Antworten darüberbügelt.

Wenn du das Gefühl kennst, dass „doch eigentlich alles okay ist“, aber innen stimmt es nicht – dann ist das kein Beweis gegen dich. Es ist ein Hinweis: Zeit für Ordnung.

Kostenloses Erstgespräch: unverbindlich kennenlernen

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir:
Worum geht es wirklich? Wo liegt der Knoten? Welche Entscheidung ist tatsächlich dran? Und ob die 1:1 Sinnplauderei für dich der passende Rahmen ist.


FAQ – häufige Fragen (SEO + echte Einwände)

Ist die Sinnplauderei Therapie?
Nein. Es ist ein strukturierter Denk- und Resonanzraum. Wir arbeiten mit Klarheit, Sprache, inneren Mustern und konkreter Orientierung.

Ich bin eher scheu und spreche nicht leicht über mich. Passt das?
Ja. Du musst hier nicht „performen“. Viele kluge Frauen brauchen keinen Druck, sondern einen sicheren Rahmen und präzise Fragen.

Was, wenn ich noch gar nicht weiß, was ich will?
Dann ist das ein sehr guter Startpunkt. Klarheit entsteht oft nicht durch „mehr Nachdenken“, sondern durch Ordnung: Was ist Rolle, was ist Loyalität, was ist Wahrheit?

Geht es um schnelle Veränderungen?
Nein. Du darfst dich langsam öffnen. Aber wir drehen keine Endlosschleifen. Kleine, stimmige Schritte sind ausdrücklich erwünscht.

Für wen ist es nicht passend?
Wenn du nur Bestätigung suchst, aber nichts anschauen willst. Oder wenn du schnelle Lösungen ohne Denken möchtest. Diese Arbeit lebt von Substanz.

Wenn Du mich unverbindlich kennenlernen möchtest. Suche dir hier einen kostenlosen Termin aus.